Wie alles begann
Alles begann im Jahre 1993. In einem Prospekt entdeckten wir «Flussreisen mit dem eigenen Boot in Frankreich». Im August 1993 war es dann so weit. Unsere erste Flussreise begann in Frankreich auf der Saône im Burgund.

Die Pénichettes 930 war ein einfaches aber leicht zu steuerndes Kunststoffboot. Die herrliche Landschaft und die Freiheit auf dem Wasser hat uns seither immer wieder fasziniert und wir sind bis heute den Flüssen in Europa treu geblieben. Nach weiteren Fahrten in Frankreich im Burgenland und in Südfrankreich auf dem Canal du Midi haben wir durch den Tipp eines Freundes 1999 erstmals ein holländisches Stahlschiff in holländisch Friesland, in Zwartsluis gechartert. Wohh, ein richtiges Stahlschiff, 14.10 m lang, mit 3 Kabinen, Pantry, Salon und Aussensteuerstand. Wir sind uns vorgekommen wir die Könige. In den nächsten Jahren haben wir dann immer wieder Schiffe in den Niederlanden gechartert und die unendlichen Wasserstassen in vielen Teilen der Niederlande erkundet. In Frankreich und in den Niederlanden darf man ohne Motorbootführerschein fahren. Trotz dem haben wir uns 2004 entschlossen den «Bootführerschein Binnen» und die Funklizenz «UBI» zu erwerben.

Im Juli 2004 verbrachten wir unseren Urlaub in Mecklenburg Vorpommern und absolvierten die theoretische und praktische Prüfung erfolgreich. Gleich anschliessend gings mit einer gecharterten Linssen Dutch Sturdy 320 auf grosse Fahrt durch die schönen Gebiete von Mecklenburg Vorpommern.
Von 2005 bis 2007 haben wir die Sommerferien wieder auf Stahlbooten in verschiedenen Regionen der Niederlande verbracht; auf der Vecht, rund um Amsterdam und in Friesland. 2008 bis 2010 haben wir wiederum in Deutschland Stahlschiffe gechartert. Auf der Saar / Mosel, in Berlin und bis hoch zur Müritz. Erstmals sind wir in Kontakt mit Schiffen der Bezeichnung OK (Open Kuip) oder offene Plicht in Kontakt gekommen. Diese Bauform ist in den letzten Jahren immer beliebter geworden. Der wetterfeste Innensteuerstand bei dieser Bauform bietet auch Schutz vor Sonne und Kälte. In den nächsten Jahren und bis heute sind wir dieser Bauform von Stahlschiffen immer treu geblieben.
Unser erstes eigenes Schiff
2011, genauer im April 2011 konnten wir aus zweiter Hand eine Jetten37 Sedan kaufen. Gebaut wurde das Schiff 2008 bei Jetten Jachting in Sneek. Mit einer Länge von 11.40 m und einer Breite von 3.8 m schon ein stattliches, holländisches Stahlschiff. Unser Vorbesitzer war ein erfahrener Frachtkapitän und hat das Schiff in seiner Freizeit genutzt. Mit nur 485 Std. auf dem Yanmar 75PS, war der Motor also erst gut eingefahren. Das Schiff hiess zu diesem Zeitpunkt «Meander» und wir wollten es umbenennen. Unser erstes eigenes Schiff sollte den Nicknamen unserer Tochter «Lia» bekommen. Um den Flussgott nicht zu verärgern, haben wir beschlossen, dass, wenn wir je wieder ein Schiff kaufen würden, dann wäre klar, dass dieses «Meander» heissen müsste.

Zu diesem Zeitpunkt konnten wir das locker versprechen, da wir sowieso nicht damit rechneten nochmals ein Schiff zu kaufen. Auf der «Lia» haben wir von 2011 bis 2014 unsere Ferien verbracht. Immer wenn es der Alltag in unserem eigenen Unternehmen erlaubte, sind wir für einige Wochen nach Friesland gereist und haben die Zeit auf dem Wasser verbracht. Meistens im Frühling und im Herbst haben wir viel Zeit auf unserer «Lia» verbracht. Meine Frau hat in dieser Zeit auch Holländisch gelernt, in einem Intensivkurs «Holländisch für Deutschsprechende» in Amsterdam. Die holländische Sprache zu beherrschen ist für die Kommunikation per Funk und natürlich auch mit den Menschen in den Niederlanden sehr von Vorteil. Lia hatte einen festen Liegeplatz in Sneek und so wurde Sneek schon fast unsere zweite Heimat, was wir bis heute geniessen.
Meander
Die Winter sind lang in der Schweiz und da wir mit unserem Unternehmen sehr gefordert waren, freuten wir uns immer schon wieder auf den Frühling, um auf dem Schiff die Ruhe geniessen zu können. In dieser Winterzeit ab und zu einen Blick in die gängigen Webseiten der Schiffsmakler zu werfen, konnte da nicht schaden. Eines Tages entdeckte ich ein Inserat, dass in Elburg eine Privateer Elegance 43 OK zu verkaufen ist. Ich war sofort Feuer und Flamme für das Schiff und habe mal spasseshalber den Link zum Schiff meiner Frau per Email ins Büro nebenan geschickt. Erst am Abend kam dann die Rektion meiner Frau; schönes Schiff, das sollten wir uns mal anschauen. Und tatsächlich –  nach zähen Verhandlungen mit dem damaligen Eigner und dem Vermittler über Eintausch unserer «Lia», konnte der Deal im Juni 2014 abgeschlossen werden und wir sind seither stolze Besitzer von «Meander».
Privateer Yachts hat sich vor allem durch Trawler von 15 m bis 18 m einen Namen gemacht. Die Elegance wurde in zwei Längen gebaut; 13.20 und 15.00 Meter. Nur wenige Elegance-Schiffe wurden gebaut, alles Handarbeit in Stahl, Holz und Leder. Leider ging die Werft, wie viele andere kleine Werften in den Niederlanden, Konkurs. So ist unser Schiff mit dem speziellen, runden Heck sozusagen ein Unikat. Heutige Schiffe werden vielfach mit Laminatboden, gezogenen Scheiben und schrillen Farben gebaut, was uns persönlich nicht wirklich anspricht.
Privateer Elegance 43 OK, Meander
Privateer Yachts, Uitwellingerga
Abmessungen: 13.20 x 4.10 x 1.15 m
Baujahr:Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â 2008 CE-B
Motor:Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Steyr 6-Zylinder
Material:Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Â Stahl
Rumpfform:Â Â Â Â Â Multiknick
Wasserverdrängung ca. 20 Tonen
Steuerung:Â Â Â Â Â Â Â Â hydraulisch
Interieur Kirsche, Teakholzboden
Kabola Heizung mit Radiatoren
Radar, A.I.S, Autopilot, GPS, Plotter
Stabilisator : DMS, Magnus Master


Unser Vorbesitzer hat das Heck so bauen lassen, dass die Gangway rund um das Schiff läuft. Durch die zwei Seitentüren Backbord und Steuerbord können sich auch Kinder oder Hunde in der offenen Plicht frei bewegen. Gleichzeitig ist dadurch auch das Anlegen seitwärts oder rückwärts sehr einfach. «Meander» ist in Amsterdam im Schiffsregister eingetragen und wir fahren unter holländischer Flagge. Das Schiff ist Sommer und Winter in den Niederlanden; im Winter kommt es jeweils in eine Halle. Ab diesem Frühling haben wir einen Sommer- und Winterliegeplatz in Jirnsum in der Nähe von Sneek.

Die wahre Grösse es Schiffes wird ersichtlich, wenn es auf dem Kran aus dem Wasser gehoben wird. Dabei wird auch der Rumpf (Knickspant) und die starre Welle gut sichtbar. Unser Schiff hat, seit es in unserem Besitz ist, einige Veränderungen und auch technische Anpassungen bekommen. Auf dem Mast thront nun ein Doppeler-Radar. 2018 ist dann ein Stabilisator der Fa. DMS Holland hinzugekommen. Neue Navigations-Software und ein grösseres MF-Display sind auf dem Fahrerstand platziert. Der Innenraum mit dem klassischen Schiffsboden und dem Kirsch-Interieur ist zeitlos und gefällt uns bis heute sehr gut.



Nach dem Verkauf unseres Unternehmes und unserer Frühpensionierung verbringen wir nun einige Wochen im Frühling und im Herbst auf Meander. Im Dezember 2019 habe ich noch den „Bootsführerschein See“ mit theoretischer und praktischer Prüfung abgeschlossen. Mit einem gut ausgestatteten Schiff und den nötigen Papieren ist es uns nun möglich auch grössere Touren z.B. über das Ijsselmeer zu unternehmen.
Vom Original zum Modell
Zu Beginn unserer Pensionierung im Jahr 2018 hatten wir die Möglichkeit ein Atelier einzurichten. 3D Drucker, CNC Maschine, Airbrush und natürlich eine CAD Software stand bald zur Verfügung, um sich intensiv mit Modellbau zu beschäftigen. Diverse kleine und grössere Projekte konnte ich schon verwirklichen und mich vor allem mit dem 3D Druck und der CNC Maschine vertraut machen. Die 3D Software konnte ich schon in früheren Projekten einsetzen, was für mein nächstes Projekt sehr wichtig war.

Das nächste Projekt war somit klar, ein Modell im M 1:25 von Meander. Möglichst originalgetreu mit Innenraum, jedoch als reines Ausstellungsmodell. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich nur ein paar Skizzen, die von der Werft für den Verkauf gemacht hat. Da leider in der Zwischenzeit die Privateer-Werft Konkurs war, versuchte ich über verschiedene Quellen an richtige Pläne zu kommen. Eine grosse Werft in den Niederlanden hatte sich die Rechte an den Bauplänen der Privateer-Schiffe gesichert.
Mein E-Mail mit der Bitte, ob ich z.B. Spantenpläne unserer Elegance für ein Modell bekommen könnte, wurde mir freundlich beantwortet; ja, Sie können sich die Rechte an den Plänen kaufen. Den Preis habe ich gar nicht nachgefragt, denn dieser wäre für meinen Plan viel zu teuer. Somit keine weiteren Pläne; ich habe das Projekt für einige Zeit beiseitegelegt.  Das Projekt liess mich aber nicht los und ich startete im Januar 2020 mein Vorhaben mit den vorhandenen Skizzen und im Wissen, dass ich ja fast alles auf dem Original messen kann – ausser der Rumpfform, diese musste ich wohl aus den bestehenden Plänen interpolieren.


Die CAD Software Alibre Atom 3D bietet die Möglichkeit Bilder nachzuzeichnen. Dies habe ich genutzt, um die Bauform des Rumpfs nachzuzeichnen.


Einige der Verkaufsskizzen stimmten nicht mit dem Original überein, so wurde z.B. der Mast viel weiter hinten platziert als er tatsächlich im Original ist. Der Rumpf, mit einer Wandstärke von 1.5 mm ist selbsttragend, die Spanten dienen aber dazu die Teile zu verbinden. Da der Bauraum eines 3D Druckers begrenzt ist, muss dies bereits in der Zeichnung berücksichtigt werden.
Gezeichnet habe ich zuerst den ganzen Stahlbau, also Rumpf, Deck und Aufbau. In der zweiten Phase kam dann der Innenausbau dazu. Da die vordere Kabine, die Gästekabine, WC und Douche mit geschlossenen Türen von aussen nicht sichtbar sind, habe ich diese nicht gezeichnet. In diesen Räumen habe ich vorgesehen die Elektronik für die Innen- und Aussenbeleuchtung zu platzieren. Viele Teile habe ich auf dem Original fotografiert, immer mit einem Massstab dazu.
Als Beispiel der Detailtreue sowie dem Vorgehen, nachfolgend die Pantry. Diese besteht aus 18 Teilen. Der Teak-Boden ist im Original mit Teakleisten umfasst, die ich zusammen mit den Wandteilen in einem Stück gezeichnet habe. Teile wie Türen, Schranktürchen, Küchenabdeckung, Herd, Ausguss sind jeweils Einzel gezeichnet, um diese liegend auf dem 3D Drucker drucken zu können. Auch für den Finnisch mit Airbrush konnte ich so die einzelnen Teile unterschiedlich spritzen.

Einige Hersteller von Schiffszubehör, wie zum Beispiel Raymarine bieten 3D Modelle zum Downloaden an. Alles was verfügbar war, wie Radar oder Ankerwinde, habe ich massstäblich verkleinert und in das 3D Modell integriert.
Im Herbst 2020 und nach ca. 200 gezeichneten Einzelteilen war es soweit; mein Projekt «Modell von unserem Meander» war mit allen Details gezeichnet.

Vom 3D Modell zum 3D Druck
Die Wahl des richtigen 3D Druckers sowie die Wahl des Druckmaterials entscheidet schlussendlich über die Qualität eines Modells. Ich habe mich für einen FDM Drucker der Fa. Ultimaker entschieden. Die 3D Teile habe ich als STL Dateien an die Ultimaker Software Cura exportiert. Der S3 Drucker von Ultimaker mit den zwei Druckköpfen ermöglicht es das gezeichnete Teil mit PLA zu drucken und mit dem zweiten Druckkopf das Stützmaterial aus wasserlöslichem PVA abzustützen. So lassen sich die einzelnen Teile beliebig auf dem Druckbrett platzieren. Dies ist sehr wichtig, damit die Sichtseite immer nach oben zeigt. Das Stützmaterial kann nach dem Druck in einem Wasserbad vollständig entfernt werden, ohne dass dabei das gedruckte Teil beschädigt wird.
PLA hat nur einen Nachteil; das Material ist weder UV beständig noch darf es stark erhitzt werden (Sonneneinstrahlung). Darauf ist beim Bau wie auch beim fertigen Schaumodell zu achten, sonst ist die Arbeit sehr schnell dahin.

Vor dem Start mit dem 3D Druck habe ich das Internet durchforstet, was an verfügbaren Teilen im Massstab 1:25 erhältlich ist. Teile wie Fender, Schiffsschraube, Positionslichter sind in vielen E-Shops erhältlich und es lohnt sich nicht, diese selbst herzustellen. Auch den Originalschiffsboden habe ich als Echtholz-Bootsdeck-Bretter bei Krick gefunden.

Der FDM Drucker kommt bei sehr kleinen Teilen an den Anschlag; ein Resin-Drucker, der das Material mittels UV härtet, würde sich dafür besser eignen. Da ich nicht mit Schutzbrille, Mundschutz und Handschuhe mit Resin hantieren wollte, habe ich einige Kleinteile wie Poller, Armaturenbrett, Anker, Badeleiter etc. über einen Druckservice drucken lassen. Die meisten Anbieter erlauben es, die gezeichneten Teile als STL Dateien hochzuladen und das gewünschte Material zu wählen; die Teile werden ein paar Tage später zugeschickt. Leider lassen sich die Betreiber diverser E-Shops diesen Service gut bezahlen, es lohnt sich auf jeden Fall Offerten einzuholen oder verschiedene Angebote zu prüfen.
Auf eines freue ich mich ganz besonders! Rainer Schörner, hoch oben im Norden Deutschlands, hat mir meine Fahnen und Flaggen gemäss meinen Vorgaben hergestellt. Da wir Mitglied des KNMC, Königlicher Niederländischer Motorboot Club sind, (als einziges Mitglied aus der Schweiz), habe wir eine niederländische Flagge mit einer Königskrone in der Gösch und dazu einen passenden Wimpel. Auch sind wir Mitglied und arbeiten im Vorstand des schleusenverein.ch mit. Solche speziellen Wimpel und Flaggen sind natürlich nicht irgendwo in einem Shop erhältlich.  Â
Rainer Schörner meinte dazu: „Bei meiner Frau ist Sonntag immer der Flaggentag. Sie fertigt diese nur einmal in der Woche, da der Aufwand für eine tägliche Fertigung zu gross ist“. Die Flaggen sind wunderschön geworden und ich freue mich schon, wenn sie am fertigen Modell wehen.

Die ersten Druckteile konnte ich Ende Dezember 2020 realisieren. Als erstes habe ich die Teile für den Rumpf gedruckt und anschliessend mit den Spanten verleimt. Die Oberfläche habe ich mehrfach gespachtelt, grundiert, geschliffen und wieder gespachtelt, bis sie wie «aus einem Stück gemacht» aussahen.


Als nächstes habe ich das Heck und den Aufbau gedruckt. Das ganze Heck ist in einem Teil gedruckt, der Aufbau, die Badeplattform, das Dach und der Mast bestehen aus mehreren Teilen, die geklebt und geschliffen sind. Den Schiffsboden im Heck habe ich aus den Bootsdeck-Brettern von Krick mit der CNC Maschine in die passenden Formen gebracht.

Ich zolle den Erbauern des Originals viel Respekt. Alle diese Teile aus Stahl zu fertigen ist schon hohe Kunst. Kein Teil ist gerade. Vor allem die Dachform aus massivem Stahl ist sehr schön geformt. Dies kommt im Modell sowie im Original sehr gut zum Vorschein.
Im Herbst 2021 habe ich mich dem Innenraum gewidmet. Der ganze Innenausbau ist ein Modul, das in den Rumpf eingesetzt wird. Dies, um es demontierbar zu machen, um später noch an die Elektronik und an die Beleuchtung zu kommen.
Aus den Modulen Pantry, Esstisch, Steuerstand mit Siteboard und Salon ist ein komplexes Modul mit über 80 Teilen geworden. Alle Teile mussten vor dem Zusammensetzen passend mit Airbrush gespritzt werden. Als Grundfarbe wählte ich ein helles Braun, danach mit einer Holzstruktur-Schablone ein dunkles Braun um die ganze Inneneinrichtung in Holz nachzubauen. Einzelne Teile wie der Steuerstand oder die Abdeckung der Pantry sind nochmals nachgearbeitet in den entsprechenden Farben. Der Boden aus Echtholz ist auch wieder eingesetzt und schlussendlich alles mit mattem, farblosem Lack geschützt.



5 MicroLED’s für die Pantry, den Essbereich und den Eingang zu den vorderen Räumen sowie als Beleuchtung der Instrumententafel stand nun an. Weitere Miniglühlampen für die Tischlampe, das Ankerlicht und die Beleuchtung der Plicht mussten nun vorbereitet werden. Im ersten Schritt wollte ich das mit 4 AAA Batterien speisen. Jedoch die Glühlampen verbrauchen zu viel Strom, deshalb habe ich eine externe Stromversorgung mit einem 6V Netzteil verbaut. Für die Steuerung des Lichts verwende ich eine Homematic IP Schaltplatine. Die LEDs und die Miniglühlampen haben entsprechende Vorwiderstände auf einer kleinen Lochplatine.



Den ganzen Aufbau konnte ich nun fertigstellen, innere Wände mit Holzstruktur, Druck der Fensterrahmen, Bullaugen und Dachreling sowie das Dachfenster und die innere Dachuntersicht. Die Fenster bestehen aus jeweils drei Teilen; innerer und äusserer Rahmen sowie die Scheiben aus 0.5mm transparentem Kunststoff. Der zweiteilig gedruckte Mast sowie die Masthalterung wurden mit dem funktionierenden Ankerlicht abgeschlossen.


Über mich:
Name: Beat Ineichen
Wohnort: Sempach, Schweiz
Geboren: 1954
Pensionierter Informatiker
Verheiratet, Vater und Grossvater
Web: https://ineichen.online
Email: beat@ineichen.online
Instagram:@ineichenonline
Bis zum fertigen Modell fehlen noch viele Schritte; Lackierung Rumpf, Druck und Montage Reling und viele Kleinteile wie Anker, Ankerwinde, Positionslichter, Details auf dem Mast, Scheibenwischer, Flaggen, Poller, Schraube, Ruder, Beschriftung u.s.w.
Nach einem weiteren Sommer im Jahr 2022 auf Meander brauchte es Abstand, bis ich wieder den Elan aufbrachte, am Modell weiterzuarbeiten. Die nächsten Schritte waren entscheidend, ob das Modell gelingen wird. Als erstes habe ich den Rumpf schwarz lackiert, danach das Unterschiff in der Originalfarbe des Antifouling-Anstriches. Im nächsten Schritt war dann das Ruder, die Schiffsschraube, der Stabilisator und die Anoden zu montieren.



Das Reling und das Schanzkleid, bestehend aus sieben, mit dem 3D Drucker gedruckten Teilen, musste ich vor dem Lackieren am Schiff anbringen. Viel Zeit verbrachte ich mit spachteln und schleifen der Nahtstellen. Da das Schanzkleid aus drei farblich getrennten Bereichen besteht (Schwarz, Chrom und Weiss auf der Innenseite) entstand viel Arbeit mit abdecken, spritzen und wieder abdecken. Am Schluss nochmals mit farblosem Klarlack alle Teile schützen. Im nächsten Schritt waren nun die vielen Kleinteile für die Montage am Schiff vorzubereiten. Spritzen der Poller, Fender, Badeleiter, und Anker, lackieren der gekauften Navigationslichter, vorbereiten der Leinen.
Nachfolgend ein paar Impressionen des fertigen Modells:





Original und Modell:


Nun wird es aber Zeit wieder auf’s Original zu gehen. Wir freuen uns schon, dass wir ab anfangs Mai 2023 die Leinen lösen können.







